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Hotelbewertung Hotel Grand Palladium Bavaro Resort & Spa
Name: Angelika
Reiseart: Paar
Alter: 46-50 Jahre
Reisemonat / -jahr: Mai 2010
Herkunftsland: Deutschland
Lastminute und Pauschal Angebote mit Tiefpreisgarantie!
Hotel Grand Palladium Bavaro Resort & Spa
z.B. 7 Tage DXZ/AI ab 824 €
Hotelbewertung Hotel Grand Palladium Bavaro Resort & Spa, geschrieben von Angelika Mai 2010
5 Sterne? Die leuchten höchstens nachts am Himmel

Mein Mann und ich waren vom 26.04.10 - 17.05.10 im Hotel. Da wir besonderes schön wohnen wollten, hatten wir uns eine Romantik-Suite gebucht. Leider entsprach die Romantik-Suite nicht dem zugrundeliegenden Preis-Leistungsverhältnis. Leider verdient diese Anlage auch keine 5 Sterne, höchstens 3,5 Sterne durch einige Themenrestaurants.
Bei unserer Ankunft am 26.04. gegen 22.30 h in der Suite, waren wir verständlicherweise einfach nur Müde von der langen Anreise, sodass wir die Suite nicht weiter im Augenschein nahmen, sondern dieses erst am nächsten Tag vornahmen. Wir waren total erschrocken und unsere romantische Stimmung war wie weggeblasen.
Diese 5 Sterne Romantik-Suite, selbstverständlich die teuerste Suite in der Anlage, glich vergleichsweise einem nüchternen weiß-gelblich aussehenden Krankenhauszimmer. Das Zimmer war mit beigen Fliesen gekachelt. Teilweise waren diese kaputt, an einigen Stellen gebrochen und standen hoch. Barfuß konnte man dort nicht laufen, da die Fliesenkanten recht scharf waren. Das Mobiliar im Zimmer bestand überwiegend aus 1 geräumigem sogenanntem „weißem“ Himmelbett mit 4 weißen Schlaufenschals, 2 weißen Nachtschränken, 2 gelblich schief hängenden Nachtischlampen, 1 weißen TV-Anrichte mit Minibarschrank, 1 weißen Schreibtisch mit 3 Schubladen und obendrauf 1 Glasplatte und 1 weißen Kofferablage. Die weißen Möbel waren allesamt vergilbt, kaputt, die Türen und Schubladen hingen schief und klemmten allesamt. Die 4 Schlafenschals waren löchrig und zum Teil waren die Schlaufen bereits abgerissen. Die Tür zum Balkon war mit einen Türgriff und einen losen kleinen Türriegel versehen. Auf dem sehr kleinen Balkon standen 2 Plastikstühle und ein sehr kleiner flacher Plastiktisch. Unser Ausblick war ausgerichtet auf einen großen Sammelcontainer für Müll und Gartenabfälle und daneben sahen wir die Rückseite der Strandbar. Die Bimmelbahn der Anlange fuhr ebenfalls stündlich an der Suite vorab. Außerdem konnten wir noch ein kleines bisschen vom Meer sehen.
In der Suite befand sich zusätzlich noch 1 braune niedrige Schlafcouch, 1 hoher brauner Stuhl und 1 niedriger brauner Tisch mit Glasplatte. Auch diese Möbel waren komplett dreckig mit Flecken überzogen, veraltet und kaputt. Beim Hinsetzen auf der Couch versank man buchstäblich bis zum Boden. Die Wände waren in einen Senf-Ton gestrichen, die Decke im Zimmer weiß gemalt. An der Wand über der Schlafcouch hing ein senffarbener geknüpfter staubiger Wandteppich, auf dem Fußboden unter dem Tisch -nur etwas größer- ein sogenannter Teppich, der einfach nur löchrig und ausgefranst war. An der rechten Wand -vom Eingang ausgesehen- befand sich ein sehr großer dunkelbrauner Jalousien-Wandschrank mit 2 Schubladen. Auch dieser Schrank war alt, kaputt, innendrin staubig und die Schubladen klemmten beim Aufmachen.
Das Badezimmer war geräumig: 2 Waschbecken, 1 Dusche, 1 WC, 1 Jacuzzi. Nur die Umrandung des Spiegels war komplett abgeblättert und die Duschtür ließ sich nicht schließen, sodass beim Duschen das Wasser nach Außen auf den Fliesen floss. Das schönste an der Suite war der Palmendach-Anbau mit Außendusche und Hängematte, welcher vom Badezimmer aus betretbar war.

Am gleichen Tag machten wir unsere Reiseleiterin auf den Zustand der Suite aufmerksam. Wir sagten ihr klipp und klar, dass wir noch nie soviel Geld „für so einen Mist“ erhalten hätten. Sie verwies uns an den Guestmanager im Hotel. Dieses taten wir auch. Wir sprachen englisch, er spanisch. Jeden Tag um 10 Uhr suchten wir dann die Reiseleiterin auf und beschwerten uns über die Zustände, denn jeden Tag war irgendetwas anderes kaputt.
3 Tage später quartierte man über uns eine Familie mit 2 kleinen Kindern. Wirklich sehr romatisch!! Die beiden Kinder waren sehr lebhaft und rannten bis Nachts um 23.30 Uhr im Zimmer hin und her. Selbstverständlich ging es morgens um 6.30 h mit viel Geschrei wieder von vorne los. Angeblich wäre diese Familie nur für 2 Nächte da. Das erwies sich aber leider als falsch. Diese Familie blieb übrigens 2 Wochen.

Tage später bestanden wir energisch darauf, dass eine Zimmerbesichtigung durchgeführt wird. Der Guestmanager kam ebenfalls zur Zimmerbesichtigung mit. Beim Betreten der Suite entfuhr es der Reiseleiterin: „Oh mein Gott! Was haben die mir denn nur damals für eine Romantik-Suite gezeigt? Die sieht ja ganz anderes aus.“ Auf Nachfrage im Englisch beim Guestmanager bestätigte er uns, dass dies eine normale Romantik-Suite wäre! Nun das Mobiliar wäre eben halt sehr alt. Wie ich später erfuhr, soll die Anlage über 10 Jahre alt sein und so alt wären auch die Möbel darin :-((
Wir zeigten alle Mängel der Suite auf. Daraufhin bot der Guestmanager -nach einigem Funkverkehr mit der Rezeption- uns eine Suite im Haus 28 an. Beim Betreten der Suite bot sich uns der gleiche desolate Zustand, wie in unserer Suite. Außerdem stand diese Suite anscheinend schon sehr lange leer. Aus dieser Suite nahm man dann den Teppich und die Sitzkissen der Couch und tauschte diese gegen die bei uns befindlichen aus. Am Zustand selber änderte sich nichts. Danach tauchten dann noch 2 Mitarbeiter auf, die die Duschtür und das andere kaputte Mobiliar reparierten. Das dauerte mal eben 3 Stunden! Von der Reiseleiterin war weit und breit nichts mehr zu sehen.

Einen Tag und eine Nacht regnete es sehr stark, sosher dass es durch unsere Terrassentür regnete und auch das Palmendach dem starken Regen nicht standhielt und sich große Pfützen im Anbau und im Zimmer gebildet hatten.

Dann wurde, nach Ankunft von etlichen Urlaubern, plötzlich ein Mittags-restaurant geschlossen. Auf Nachfrage, warum Restaurants geschlossen werden, entgegnete unsere Reiseleiterin „schließlich befinden wir uns in der Nachsaison und dafür würden wir ja auch weniger bezahlen“. Wir zeigten ihr unsere Rechnung und wiesen sie daraufhin, dass wir ab dem 01. Mai pro Tag und Person Euro 3,00 mehr zahlen müssen. Daraufhin erklärte sie uns allen Ernstes, dass das mit den Kerosinkosten zu tun hätte. Sie wollte auch noch dafür sorgen, dass die Terrassentür repariert wird. Selbstverständlich passierte gar nichts!
Tage säter entschloss sich dann auch noch die Hotelleitung dazu, Dach-arbeiten am Haus vorzunehmen. 3 Tage lang wurde am Dach rumgeklopft. Die Bauarbeiter rannten fröhlich mit ihren Dreckeimern an unserem Balkon vorbei.

Fazit:
Unser Urlaub hat uns fast Euro 5.000 in einer angeblichen 5 Sterne Anlage gekostet. Dies ist eher eine Anlage a la Ballermann-Manie für Amis, Kanadier und für sonstige Urlauber, die das erste Mal in ihren Leben in der Karibik sind und sich blenden lassen von den minderwertigen Coktails und den vielen Restaurants. Kennengelernt haben wir -neben unserer desolaten Suite- auch noch kaputte Strandliegen (Achtung: hier muss man mit den Wölfen heulen und früh aufstehen, sonst gibt es ab 7.00 Uhr keine funktionstüchtigen Strandliegen mehr) Plastiklöffel, Papierservietten und Plastikbecher im Hauptrestaurant und kaputtes dreckiges Inventar in den Restaurants (wie z.B. im El Arricife“) waren normal. Eine Kleiderordnung war ebenfalls nicht in den Hauptrestaurants zu erkennen. In den Themenrestaurants durfte jeder mit Badelatschen, zerissener Jeans und dreckigem T-Shirt rein. Hauptsache eine lange Hose wurde getragen.........
Diese Anlage hat unseres Erachtens höchstens 3 bis 3,5 Sterne verdient. Wer einmal 5 Sterne Urlaub gemacht hat, kennt den Unterschied.

Bewertungsübersicht Hotel Grand Palladium Bavaro Resort & Spa
Kategorie Bewertungsdurchschnitt * Info
Allgemeiner Hotelbereich
58%
Lage & Umgebung
67%
Service
33%
Gastronomie
38%
Sport, Unterhaltung und Pool
67%
Zimmer
50%
Preis- / Leistungsverhältnis:
sehr schlecht
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Abflughafen
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Reisedauer
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