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Ägypten

Ägypten (arabisch: مصر Misr) liegt im Nordosten Afrikas, die zu Ägypten gehörende Halbinsel Sinai wird im allgemeinen zu Asien gezählt. Das Land grenzt an das Mittelmeer, das Rote Meer (Golf von Aqaba), den Gaza-Streifen, Israel, Libyen und den Sudan. Die Landfläche Ägyptens besteht im wesentlichen aus der Stromoase des Nils sowie der Libyschen Wüste im Westen und Süden und der östlichen arabischen Wüste.
 

Ägyptin 
 

 

 Geographie
Der landschaftliche Charakter Ägyptens ist geprägt vom Gegensatz der Wüstengebiete und dem dicht besiedelten, bewässerten Kulturland entlang des Nils. Diese Landfläche macht etwa 5% des Territoriums aus.

Im Westen des Landes liegt die Libysche Wüste, die rund zwei Drittel der ägyptischen Staatsfläche einnimmt. Im Norden der Libyschen Wüste senkt sich das Land in der Kattarasenke bis zu 130 m unter den Meeresspiegel ab, im Südwesten steigt das Land an bis ca. 1000 m über dem Meeresspiegel.
Die Sinai-Halbinsel im äußersten Nordosten des Landes (durch den Suezkanal vom afrikanischen Festland getrennt) ist durch die Gebirgszüge des Gabal at-Tih gekennzeichnet, hier liegt die höchste Erhebung des Landes, der Gabal Katrîna (Katharinenberg) mit einer Höhe von 2637 m.
Zwischen den beiden Wüsten durchfließt der Nil auf einer Länge von ca. 1550 km Ägypten von Süden nach Norden, bevor er ins Mittelmeer mündet. Quellfluss des Nils ist der Kagera im Gebirgsland von Burundi.
Die Küsten liegen im Norden zum Mittelmeer, im Osten zum Roten Meer, beide sind durch den Sueskanal miteinander verbunden.

Klima
Am Nil-Delta und an der Mittelmeerküste herrscht mediterranes Klima, dort gehen im Winter die Temperaturen herunter und es kommt zu Regenfällen. Der Rest des Landes unterliegt dem Wüstenklima: Heiß und trocken im Sommer, mild im Winter, kaum Regen.

Bevölkerung
Die Bevölkerung Ägyptens siedelt primär im Niltal, im Nildelta, am Sueskanal und am touristisch bedeutsamen Roten Meer. In den westlichen Oasen Fajum, Dachla, Farafra, Siwa und Charga leben nur wenige Menschen.

Die größten Städte sind (Mio. Einwohner, Stand 1. Januar 2005): Kairo (7,7), Alexandria (3,8) und Gizeh (2,4), Assuan und Sues.

 

Ethnien
Die Mehrheit der ägyptischen Bevölkerung sind Araber. Darüber hinaus sind im Süden Ägyptens Nubier ansässig. In der libyschen Wüste lebten einst Berberstämme, von denen heute jedoch nur noch wenige in der Oase Siwa eine Berbersprache sprechen, in den Wüsten östlich des Nils leben arabisch- und Bedscha-sprachige Nomaden.

Religionen
Ägypten ist nach der Verfassung nach ein islamischer Staat und der Islam ist Staatsreligion, die Scharia ist die Hauptquelle der Gesetzgebung. Neben der sunnitischen Mehrheit findet man jedoch in Kairo und Alexandria, aber auch auch in Mittel- und Oberägypten, christliche, vor allem Kopten, die nicht selten in überwiegend christlichen Dörfern leben. Eine amliche Zählung der Christen wird bewusst nicht durchgeführt, obwohl die Religion im Pass eigetragen sein muss.
Besonders in Oberägypten sind die Kopten Ziel des Terrors radikaler Muslime geworden, häufig mit Wissen und Billigung der lokalen Behörden. Muslime die zum Christentum übertreten, mussen mit staatlichen Zwangsmaßnahmen rechnen. Neue Kirchen dürfen nicht gebaut werden, auch kleinere Reparaturen bedürfen eines Präsidialerlasses.
Ägypten ist seit Jahrzehnten, neben Saudi-Arabien, Zentrum des islamischen Fundamentalismus.

Sprachen
Die Sprache des alten Ägyptens, die sich im Koptischen fortsetzt, wird heute nur noch als Sakralsprache gesprochen.
Heute spricht man Ägyptisch-Arabisch, einen neuarabischen Dialekt. Schriftsprache ist seit der arabischen Eroberung im 7. Jh. das Hocharabische, nur in der koptischen Kirche wird als Liturgiesprache noch das Koptische verwendet, das in eigener Schrift, die der griechischen verwandt ist, geschrieben wird.
In der Oase Siwa (auch Siwah) spricht man noch eine Berbersprache, das so genannte Siwi.
Im Süden und in der Oase Charga sprechen viele Menschen Nubisch. Im Südosten gibt es auch Bedscha-Sprecher.
Als Fremdsprache ist Englisch und in der Oberschicht auch noch Französisch verbreitet.

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