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Senegal

Senegal (République du Sénégal) ist ein Staat in Westafrika, am Atlantik.

Lage
Senegal ist das westlichste Land Afrikas. Es liegt im Übergang der Sahelzone zu den Tropen. Östliches Nachbarland ist Mali. Im Norden grenzt Senegal mit dem Grenzfluss Senegal an Mauretanien und im Süden an Guinea und Guinea-Bissau. Senegal umschließt das ebenfalls am Atlantik liegende Gambia vollständig.

Senegal Landkarte 
 

 

Bevölkerung
Die Bevölkerung zählt etwa 11 Millionen Menschen, davon sind etwa 58% unter 20 Jahre alt. Das Bevölkerungswachstum beträgt jährlich etwa 2,7%. Die Bevölkerungszahl hat sich in den letzten knapp 20 Jahren mehr als verdoppelt. Zu den etwa 20 ethnischen Gruppen zählen: Wolof (33%), Serer (20%), Fulbe, Diola, Toucouleurs, Mandingue, Soninké.
Weil, als Folge der Kolonialzeit, die Schule französischsprachig war, und die Kinder dem Unterricht nicht folgen konnten, sind etwa 65% der Bevölkerung Analphabeten (unter den Frauen 74 %) Seit 2003 ist das Schulsystem aber reformiert. Den überwiegenden Teil bilden die sunnitischen Muslime mit 94%. Die meist römisch-katholischen Christen machen etwa 5% aus. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 55 Jahre bei Männern und 58 Jahre bei Frauen (2004).
Die Mehrheit der Bevölkerung lebt an der Westküste; dort vor allem im Einzugsgebiet der Hauptstadt Dakar. 51% der Bevölkerung leben in ländlichen Gegenden.

Geografie
Die höchste Erhebung (namenlos) ist 581 m hoch. Die Küste ist 531 km lang. Die Landschaft besteht aus Ebenen die zu den Gebirgsausläufern im Südosten langsam ansteigen. Im Süden des Landes - bei Vélingara - befindet sich der Vélingara-Krater.
Das Klima ist subtropisch. In der Regenzeit (Mai bis November) gibt es starke Südostwinde. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Januar bei etwa 23°C und im Juli bei etwa 28°C.

Städte
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Dakar 1.998.635 Einwohner, Touba 428.059 Einwohner, Thiès 240.152 Einwohner, Rufisque 187.203 Einwohner, Kaolack 173.782 Einwohner, Mbour 170.699 Einwohner, Ziguinchor 162.436 Einwohner und Saint-Louis 130.750 Einwohner.

Landkarte Senegal 

Innenpolitik
Senegal zeichnet sich (seit der neuen Verfassung) durch rechtsstaatliche und demokratische Strukturen aus, grundlegende Freiheitsrechte, insbesondere Religions-, Meinungs-, Presse- und Versammlungsfeiheit, sind gewährleistet.
Ein Problem der Innenpolitik ist der Konflikt mit Casamance, eine südlich von Gambia, aber in Senegal, gelegene Region. Die Rebellenbewegung MFDC kämpft um deren Unabhängigkeit, da sie historisch, wirtschaftlich und ethnisch religiös anders geprägt ist (siehe oben: Untergang der Joola). Seit 2004 gibt es eine Vorläufige Beruhigung.

Im Bereich Erziehung gibt es große Probleme:
65% sind Analphabeten
60% Einschulungsquote

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem hohen Bildungsstandard einer kleinen Elite und dem niedrigen der Mehrheit der Bevölkerung. Seit 2002/2003 wird dem durch Einführung der nationalen Sprachen in den ersten beiden Grundschuljahren und verstärkte Alphabetisierung Erwachsener, entgegengewirkt.

Außenpolitik
Insgesamt dominiert hier die Beziehung zu Frankreich. Die senegalesische Regierung pflegt Diplomatie auf hohem Standard. Dabei bemüht sie sich, eine Balance zwischen Dritte-Welt-Ländern und Industrieländern zu wahren, hat also eine Vermittlerrolle.
Das wichtigste Anliegen ist die Afrikanische Einheit. Die CEDEAO (Communaute Economique des Etats de l' Afrique de l' Ouest) ist ein erster Schritt in diese Richtung.

Wirtschaft
Grundsätzlich hat Senegal den Status eines Entwicklungslandes, ist jedoch im Vergleich zu anderen Westafrikanischen Ländern weiter entwickelt, was aber ihre Produkte im Regionalvergleich überteuert wirken lässt.

In Senegal sind 78% der Erwerbstätigen im Agrarsektor tätig, der allerdings weniger als 20 % am BIP ausmacht (60 % stammen inzwischen aus dem Dienstleistungssektor, z.B. Tourismus). Gleichzeitig hat das Land mit 47 % eine der höchsten Urbanisierungsraten Afrikas. Aufgrund des ariden Klimas können nur 16% der Landfläche für landwirtschaftlichen Anbau genutzt werden und zwar lediglich im Senegal-Tal und an den nördlichen Küstenstreifen Bewässerungslandwirtschaft. Die wichtigsten agraischen Devisenbringer sind Erdnüsse und Baumwolle (Senegal gehört weltweit zu den größten Erdnussproduzenten). Weil große Teile der Nutzfläche für den Erdnussanbau gebraucht werden, kann der Eigenbedarf an Grundnahrungsmittel nicht gedeckt werden, daher werden diese (vor allem Reis und und Weizen) im großen Stil importiert, was zu einem enormen Devisenverbrauch führt.
Fischerei ist inzwischen der wichtigste Wirtschaftszweig, da die Küstengewässer Senegals reiche Fischfanggründe aufweisen. Die Senegalesischen Kleinfischer können die lokalen und regionalen Märkte ausreichend versorgen. Die Fangrechte für Hochseefischerei sind jedoch an Japan und Südkorea verkauft. Insgesamt stellt der Fischfang heute das wichtigste Exportgut Senegals dar (28,5%)und hat den früher dominierenden Erdnußanbau abgelöst
Senegal hat eine verhältnismäßig weit entwickelte verarbeitende Industrie (allerdings nur in den Großstädten), aber das Industriekapital ist in ausländischer Hand. Wichtige Industriezweige sind Lebensmittel- (Öl, Fisch, Zucker), chemische Industrie und Textilverarbeitung.
Die Nationalparks ziehen einige Touristen an, wobei die Regierung darauf bedacht ist, Massentourismus zu vermeiden.
Als Bodenschätze sind Phosphat und Gold zu nennen, ebenso Eisenerz und Erdöl, allerdings können letztere wegen fehlender Infrastruktur und Geldes nicht gefördert werden.

An- und Einreise
Die Anreise in den Senegal von Mauretanien aus auf eigener Achse ist über Rosso und Diama möglich. Der Grenzübergang in Rosso besteht aus einer Fähre, in Diama befährt man einen Hochwasserschutzdamm bis zu einer Staustufe, die als Brücke ausgeführt ist. Der Damm in Diama ist der Fähre in Rosso der Einfachheit halber vorzuzuiehen, allerdings besteht in Diama ein 7,5 Tonnen-Limit, welches nicht sehr strikt exekutiert wird; darüber hinaus ist die Fahrt nur für durchschnittlich geländetaugliche Fahrzeuge möglich (Seitenneigung des Dammes an ein paar Stellen).
EU-Bürger benötigen für den Senegal kein Visum, ein mindestens 6 Monate gültiger Reisepass reicht aus. Fahrzeuge, die älter als 5 Jahre sind, benötigen ein Carnet de Passage.

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