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Die Republik Simbabwe (englisch: Zimbabwe)(übersetzt: "Haus
des Häuptlings" in der Sprache der Shona), das ehemalige
Rhodesien beziehungsweise Südrhodesien, ist ein Staat im
südlichen Afrika. Der Name Simbabwe geht auf ein
historisches Reich auf dem heutigen Staatsgebiet zurück, das
Wort Rhodesien leitete sich vom Namen des Kolonialisten
Cecil Rhodes her. Nationalfeiertag ist der 18. April.
Simbabwe liegt bei 20° Süd und 30° Ost und grenzt an
Botswana, Mosambik, Sambia und Südafrika. |
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Bevölkerung
Der größte Teil der Bevölkerung wird von den Shona gestellt
(ca. 80%). Daneben spielen noch die Ndebele eine wichtige
Rolle. Seit dem 19. Jahrhundert wanderten weiße Händler und
Farmer aus Europa und Südafrika ein, die um die Mitte des
20. Jahrhunderts knapp 5% der Bevölkerung stellten. Doch
schon bald ging deren Zahl zuerst relativ, dann aber bald
auch absolut stark zurück. Da diese Bevölkerungsgruppe eine
wichtige, jedoch nicht unmstrittene Rolle im
Wirtschaftsleben spielte, führte ihre Abwanderung seit den
1980er Jahren zur Verschärfung der wirtschaftlichen Probleme
des einst für afrikanische Verhältnisse reichen Landes.
Darüber hinaus gibt es auch eine Bevölkerungsgruppe, die aus
Verbindungen von Europäern mit der einheimischen schwarzen
Bevölkerung hervorgegangen ist und eine kleine vom indischen
Subkontinent stammende Minderheit.
Das einst starke Bevölkerungswachstum ist seit der
Jahrtausendwende aufgrund der extremen wirtschaftlichen
Schwierigkeiten des Landes und der Aids-Epidemie praktisch
zum Stillstand gekommen. In aller neuster Zeit (2005)
scheint es sogar zu einem Bevölkerungsrückgang zu kommen,
wobei auch Abwanderung eine Rolle spielt.
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Politik
Simbabwe ist faktisch seit 1965 (weiße Siedlerrevolte gegen
Großbritannien, "Rhodesia"), rechtlich als "Zimbabwe" seit
1980 unabhängig und ist heute staatsrechtlich eine
Präsidialrepublik.
Geographie
Simbabwe ist komplett von den Landmassen Südafrikas (225
km), Botswanas (831 km), Sambias (797 km) und Mosambiks (1
231 km) eingeschlossen (insgesamt 3 066 km). Der Sambesi
bildet die nördliche Grenze zu Sambia. Simbabwe hat ein
Areal von 409,542km² wobei 3,910 km² davon Wasser sind.
Simbabwe hat ein sub-tropisches bis tropisches Klima, in
höheren Lagen auch gemäßigt. Die Regenzeit ist von November
bis März.
Der höchste Berg Simbabwes ist der Inyangani. |
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Wirtschaft/ Politik
Die Regierung Simbabwes, an deren Spitze seit 1980 Robert
Mugabe steht, wird mit einer großen Anzahl wirtschaftlicher
Probleme konfrontiert, die zum überwiegenden Teil auf eine
völlig verfehlte (Wirtschafts-) Politik zurückzuführen ist.
So werden seit 2003 weiße Bauern systematisch enteignet und
teilweise sogar ermordet. Auslöser für diese Politik war das
Bemühen der Regierung, oppositionelle Strömungen
grundsätzlich zu verhindern und den politischen
Alleinvertretungsanspruch - auch mit Mitteln der Gewalt - zu
zementieren. Als eine der ersten Zielgruppen der politischen
Opposition wurden die - zumeist bei weissen Landwirten
angestellten - Farmarbeiter identifiziert. Indem die Farmer
enteignet und die Arbeiter in die Arbeitslosigkeit und
Verelendung getrieben wurden, konnte die Regierung ihren
unmittelbaren Einfluss auf die Landbevölkerung wieder
verstärken und die Arbeiter dem (politischen) Einfluss der
Weissen entziehen. Da die Opposition, die sich
zwischenzeitlich in der Partei MDC (Movement for Democratic
Change) zusammengeschlossen hat, dennoch weiter an
Popularität gewann, hat die Regierung unter Robert Mugabe
eine konsequente Diktatur etabliert. So wurden Justiz und
Medien gleichgeschaltet, Meinungs- und Versammlungsfreiheit
dramatisch eingeschränkt und - unter den Augen von EU, USA
und den Nachbarstaaten - ein perfides Terrorregime gegen
politisch Andersdenkende etabliert. Nach Einschätzung der
wenigen zugelassenen unabhängigen Wahlbeobachter waren
konsequenterweise sowohl die Ergebnisse der letzten beiden
Parlamentswahlen als auch die der Präsidentschaftswahl 2002
in erheblichem Umfang gefälscht.
In einem derartigen politischen Umfeld haben sich auch die
Voraussetzungen für die einst prosperierende Wirtschaft
substantiell verschlechtert. So hat die vermeintliche
Landreform den Agrarsektor in eine schwere Krise gestürzt.
Insbesondere der für den Export wichtige Anbau von Tabak ist
dramatisch zurückgegangen. Aber auch Tourismus und nahezu
alle Subsektoren der verarbeitenden Industrie mussten
massive Umsatzeinbussen hinnehmen. Die Arbeitslosigkeit wird
auf rd. 80% geschätzt.
Mit der vermeintlichen Zielvorgabe, den ausufernden
Schwarzmarkt auszutrocknen, ergriff die Regierung im
Mai/Juni 2005 drastische Maßnahmen, indem im Rahmen der
Aktion mit der zynischen Bezeichnung "Aktion
Abfallbeseitigung" schätzungsweise 750.000 Menschen
obdachlos wurden und ihre oft einzige Einnahmequelle,
Aktivitäten im Kontext des informellen Sektors, aufgeben
mussten. Zudem wurden ihre Behausungen zerstört und ihr (oft
vollständiger) Besitz beschlagnahmt. Tatsächlich ging es dem
Mugabe-Regime mit diesen auch von der UN verurteilten
Massnahmen jedoch um eine gezielte Schwächung der
Opposition, die insbesondere in den Städten ihre Wähler hat.
So werden diese nicht nur für ihre Unterstützung der MDC
'bestraft' sondern auch gezwungen, - soweit dies überhaupt
möglich ist - zurück in die von der Regierung kontrollierten
ländlichen Gebiete des Landes zu ziehen. Aus den
Armutsvierteln der Städte, in denen der Schwarzmarkt
florierte, wurden die Menschen vertrieben, anschließend
deren Behausungen zerstört.
Darüber hinaus haben die Kriegsverwicklung mit der
demokratischen Republik Kongo der Wirtschaft mehrere hundert
Millionen dringend benötigter Dollars entzogen. Die
Inflation mit einer jährlichen Zuwachsrate von 32% im Jahre
1998 wuchs im Jahre 1999 auf 101% an. 2003 lag die Inflation
bei 600%. Die Wirtschaftskraft wird zudem auf Grund des
Ausfalls der Arbeitskräfte durch AIDS geschwächt. Zimbabwe
hat die höchste Infektionsrate der Welt, was eines der
Hauptprobleme des Landes darstellt.
Sowohl der Mangel an ausländischem Geld als auch der
Unterschied zwischen dem offiziellen Umrechnungskurs und dem
Inoffiziellen (offiziell 1 US-Dollar zu 6200 ZIM, auf dem
Schwarzmarkt ein 20% bis 30% höherer Kurs) führten zur
Treibstoffknappheit und Mangel an Grundversorgung. Im Jahre
2003 lieferte Libyen an Simbabwe Treibstoff und erhielt
dafür teilweise als Austausch von Simbabwe Landflächen. Da
Simbabwe die Zahlungen nicht einhalten konnte, wurden die
Lieferungen gestoppt.
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