|
|
| |
|
Asien ist der zentrale-südliche und östliche
Teil Eurasiens.
Das Wort Asien (Asia) stammt aus dem Assyrischen und
bedeutet Sonnenaufgang. Es entspricht also dem lateinischen
Wort Orient oder dem deutschen Morgenland. Der vor dem
Zweiten Weltkrieg gebräuchliche Begriff Fernost wird heute
selten verwendet, da er eine eurozentristische Weltsicht
widerspiegelt.
Das chinesische Zeichen 亞 (Kurzzeichen 亚, Pinyin yà) ist
eine klangliche Adaption und bedeutet ursprünglich das
Zweite, subordiniert. |
|
|
Innereurasische Grenze
Aus historischen Gründen werden Europa und Asien in Europa
(teilweise nicht jedoch in Asien!) als verschiedene
Kontinente betrachtet. Das Ural-Gebirge, der Ural-Fluss, das
Kaspische Meer, der Kaukasus, das Schwarze Meer sowie
Bosporus, Marmarameer und Dardanellen bilden u.a. die Grenze
von Europa und Asien (siehe Eurasien). |
|
Lage und Küstengliederung
Satellitenbildaufnahme AsiensAsien liegt mit seiner
kontinentalen Landmasse bis auf die Tschuktschen-Halbinsel
in Ostsibirien ganz in der östlichen Hemisphäre, nördlich
des Äquators. Nur die südöstlichsten Inseln (Teile
Indonesiens) befinden sich auf der Südhalbkugel der Erde.
Der nördlichste Punkt der Landmasse ist das Kap Tscheljuskin
auf der Taimyr-Halbinsel (Sibirien) 77° 40' n. Br., der
südlichste Punkt der Landmasse ist die Spitze der
Malaiischen Halbinsel (Kap Buru) 1° 16' n. Br. Westlichster
Punkt ist das Kap Baba in Kleinasien 26° 4' westl. L., der
östlichste Punkt ist auf Kap Deschnjow (an der Nordostspitze
von Sibirien) 169° 44' westl. L. |
 |
|
Die Küstenlänge Asiens beträgt etwa 82.300 km, davon
entfallen auf den Arktischen Ozean 15.900 km, auf den
Pazifischen Ozean 27.300 km, auf den Indischen Ozean 33.600
km und auf das Mittelmeer einschließlich Schwarzes Meer
5.500 km.
Die Küsten verlaufen im Norden, Osten und Süden. Im Westen
bildet das Mittelmeer nur teilweise die Landbegrenzung. Mit
Afrika verbindet sich Asien nördlich des Roten Meeres über
die Halbinsel Sinai (Landenge von Sues, 145 km breit) und
mit Europa bildet die Strecke zwischen dem Karischen Golf
und dem Kaspischen Meer eine 2.700 km lange Grenze.
Ganz im Osten bildet die Beringstraße mit einer Breite von
etwas mehr als 80 km eine Grenze zu Amerika. Im Südosten
bildet die Inselwelt des Indonesischen Archipels eine
Verbindung zu Australien.
Der riesigen Landmasse sind zahlreiche größere Halbinseln
vorgelagert. Im Westen Kleinasien (Anatolien) (früher wurde
auch die Insel Zypern hinzugerechnet), im Süden die
Arabische Halbinsel zwischen dem Roten Meer und dem
Persischen Golf, Indien zwischen dem Persischen Golf und dem
Golf von Bengalen (mit der vorgelagerten Insel Sri Lanka)
und im Südosten Hinterindien zwischen dem Golf von Bengalen
und dem Chinesischen Meer. An der Ostküste Asiens zeigen
sich mehrere südwärts gerichtete Halbinseln mit
vorgelagerten Inselreihen. Dies sind Korea und Kamtschatka
mit den Kurilen, Sachalin und den Inseln Japans: Hokkaidō,
Honshū, Shikoku und Kyūshū. Im Norden ist die sibirischen
Küste mehr durch die Mündungen mächtiger Ströme geprägt. |
Einwohner und Größe
Asien ist mit etwas mehr als 44 Mio. km² der flächenmäßig
größte Erdteil, der von mehr als der Hälfte der
Erdbevölkerung (etwa 3,5 Milliarden Menschen) bewohnt wird.
Geschichte
Asien ist die Wiege zahlreicher Kulturen, beispielsweise in
China, in Indien sowie Babylonien und Assyrien in
Vorderasien. Alle großen Weltreligionen (auch das
Christentum, das Judentum und der Islam) sind in Asien
entstanden. |
 |
|
Asien und Europa verbindet eine Lange
Tradition an Kriegen (beispielsweise Alexander der Große,
die Perserkriege, die Kreuzzüge, die Einfälle der Hunnen und
der Türken) und an Entdeckungsreisen (beispielsweise Sven
Hedin).
Asien ist seit jeher von Großreichen geprägt und nicht so
zersplittert wie Europa. Die chinesische Kultur hat in der
Welt, vor allem jedoch in Ostasien, ihre Spuren hinterlassen
(Papier, Buchdruck, Kompass, Seide, Porzellan uvm.). Aus
Indien hat sich der Buddhismus verbreitet. Nordasien
(insbesondere Sibirien) blieb lange Zeit nahezu unbesiedelt,
erst als sich das Russische Reich weiter ausdehnte, wurden
dort größere Städte gegründet. Zentralasien war traditionell
die Heimat von Steppenvölkern (Reitervölker),
(beispielsweise den Mongolen), die in früheren Zeiten eine
Bedrohung für Europa darstellten. Der Nahe Osten ist seit
dem 7. Jahrhundert vom Islam geprägt und hat einen stark
prägenden Einfluss auf Nordafrika gehabt.
Text und Bilder dieser
Seite basieren auf diesen
Artikel von Wikipedia und der dort angeführten Autoren.
Text unterliegt der GNU-Lizenz
für freie Dokumentation. |
|
|
|
|
|
|
|