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Polyglott Apa Guide - Japan - Sonderausgabe

3 von 5 Sternen Gute Einführung, dann lässt es nach

An sich ist der Apa-Guide nicht schlecht, aber nur bedingt zum befriedigenden Reisen geeignet.
Positiv sind:
1. Die Bilder:
Wirklich schöne Bilder und auch recht viele, die einem wirklich Lust auf Japan machen. So bekommt man schon mal einen guten Eindruck von dem, was einen so erwartet.
2. Die Einführung
Der einleitende Teil über Geschichte, Religion, Mentalität, Kunst, Handwerk, Theater, Musik, Film, Sport, Architektur und Essen ist sehr ausführlich.

Polyglott Apa Guide -  Japan - Sonderausgabe 
 

 Der geschichtliche Teil aber meines Erachtens zu lang und für Japan-Neulinge nicht immer ganz nachvollziehbar. Der Essens-Teil dagegen entschieden zu kurz, da hätte noch viel mehr gesagt werden können, denn das ist im Gegensatz zu Themen wie "japanischer Film" oder der genauen Beschreibung der religiösen Philosophie wirklich wichtig für den Japan-Reisenden.Alles andere ist ganz gut gemacht.
3. Große Städte
Wer nach Tokio, Kyoto oder Osaka will, findet hier einiges an Tipps und Zielen. Es gibt Stadtpläne und die Beschreibungen sind nach Ortsteilen sortiert, so dass man nicht erst in irgendwelchen anderen Rubriken nach dem Restaurant in der Nähe des Tempels XY oder das nächste Hotel suchen muss. Das bedeutet aber auch, dass Sehenswürdigkeiten, Lokale, Hotels und sonstige Tipps ungeordnet aufeinander folgen. Für den Schlenderer und Gucker also sehr praktisch, für den systematisch Suchenden eher lästig.

Jetzt zu dem Rest:
Insider-Tipps:
Gibt es eher wenig. Da das Buch auch auf knapp 400 Seiten ganz Japan mit allem Drum und dran erklären muss und der Übersichtlichkeit wegen mit Platz recht freizügig umgeht, auch kein Wunder. Wer also eher das etwas andere Japan kennen lernen will, sollte lieber Lonely Planet o.ä. wählen.
Sprache:
Der Sprachteil ist sehr kurz und und kann für Sprachunkundige durchaus zu Verständigungsschwierigkeiten führen, wenn man die Wörter so ausspricht, wie sie dort in romanischer Schrift umschrieben sind. Und auch mit der außerdem angegebenen japanischen Schreibweise muss man das Glück haben, einen Japaner mit sehr guten Augen zu erwischen, die Zeichen sind nämlich recht klein.
Unbedeutendere Reiseziele:
Wer nicht in eine der oben genannten Orte will, findet hier vermutlich weniger Infos als ihm in 5 Minuten die nette Dame von der Tourist Information erzählen kann. Und wirklich nur den absoluten Mainstream.
Reiseinformationen:

 Sind auch recht knapp gehalten, erklären das nötigste, aber nicht mehr. Die Hotel-, Restaurant- und Shoppingtipps sind auch eher dürftig, mur Telefonnummer und Faxnummer bzw. Wegbeschreibung, nicht mal japanische Schreibweise des Namens für den Taxifahrer.
Fazit:
Schöner, bunter Einstieg für Japan-Reisende, die nur die großen Städte besuchen wollen oder einen Überblick haben wollen. Außerdem sollte der Geldbeutel derer, die sich nur auf diesen Führer verlassen, nicht gerade klein sein, Japan ist ja eh schon teuer und für low-budget-Reisende ist dieser Führer definitiv nichts.

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