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xPakistan (Urdu: پاکستان ) ist ein Staat in Südasien.
Pakistan grenzt an Iran, Afghanistan, China, sowie an die
indischen Bundesstaaten Jammu und Kaschmir, Punjab,
Rajasthan und Gujarat (im Uhrzeigersinn). Pakistan liegt am
Arabischen Meer, welches Teil des Indischen Ozeans ist.
Der Landesname Pakistan ist ein Akronym, das in den 1930er
Jahren entstand. Es setzt sich aus den Anfangs- bzw.
Endbuchstaben der Namen muslimisch geprägter Provinzen
zusammen: P – Punjab, A – Afghan (NWFP und FATA), K –
Kaschmir, I – Indus, S – Sind und TAN – Belutschistan.
Zugleich bedeutet „pâk“ „rein“ oder „heilig“ und -stan "die
Heimat von". Pakistan wird von zahlreichen einheimischen
Islamisten auch "Land des reinen Islam" genannt. Pakistan
gilt als Brutstätte für militante Islamisten da diese von
der Regierung selten belangt werden, da viele hohe
Militärangehörige und Beamte selber dem Islamischen
Fundamentalismus nahe stehen bzw. ihn sogar fördern.
Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 70 % der
Bevölkerung eine "Talibanisierung" befürworten würde. |
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Sprachen
Urdu und Englisch sind die Amtssprachen Pakistans. Englisch
wird vor allem von der Regierung, als Geschäfts- und
Bildungssprache an den Universitäten verwendet, während Urdu
die Verkehrssprache des Großteils der Bevölkerung ist,
obwohl es als Muttersprache nur von acht bis zehn Prozent
der Einwohner gesprochen wird. Die Zahl der
Urdu-Muttersprachler steigt jedoch durch die
gesellschaftliche Funktion der Sprache ständig, vor allem
dadurch, dass Standard-Urdu in der überwiegenden Mehrzahl
der Schulen (auf primärem und sekundärem Niveau) als
Unterrichtssprache verwendet wird. Drei weitere wichtige
Sprachen Pakistans sind ebenfalls indo-arische Sprachen, die
mit dem Urdu verwandt sind: Punjabi (58 %), Sindhi (12 %),
Siraiki (9,8 % – wird manchmal als Panjabi-Dialekt
betrachtet). Nur Sindhi wird in größerem Umfang als
Schriftsprache verwendet. In Karachi leben aus dem Raum
Mumbai stammende Bevölkerungsgruppen, die immer noch
Gujarati sprechen. Die Sprachen Paschtu, (8 %) und Belutschi
(3 %) gehören zu den iranischen Sprachen, das in
Belutschistan gesprochene Brahui ist eine dravidische
Sprache. Im Norden des Landes gibt es eine Vielzahl von
Sprachen, die nur von sehr wenigen Menschen gesprochen
werden. Balti ist ein in arabischer Schrift geschriebener
tibetischer Dialekt. |
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Religionen
Ca. 96 % der Einwohner von Pakistan sind Muslime. Sie
gehören verschiedenen Strömungen an, über deren Stärke aber
nur Mutmaßungen angestellt werden können, da sie nicht
erfasst werden.
In der Mehrheit sind die Muslime Sunniten. Der sunnitische
Islam präsentiert sich in Pakistan jedoch nicht als Einheit.
Vielmehr teilt er sich in mehrere Denkschulen auf. Die
Richtung mit den meisten Anhängern dürften die Barelwis
sein. Sie vertreten einen durch den Sufismus (islamische
Mystik) geprägten Islam und sind strenge Anhänger der
hanafitischen Rechtsschule. Sie dominieren vor allem in den
ländlichen Teilen der Provinzen Sindh und Punjab, haben aber
auch viele Anhänger in den Großstädten Lahore, Multan und
Rawalpindi. Die Deobandis sind ebenfalls Hanafiten, sie
lehnen jedoch im Gegensatz zu den Barelwis Gräber- und
Heiligenverehrung ab. Die Deobandis sind in Karatschi und
unter den Paschtunen der North-West Frontier Province und
Belutschistans stark vertreten. Die kleinste der drei
sunnitischen Denkschulen sind die puritanischen, an
Saudi-Arabien angelehnten Ahl-i Hadîth, welche die
Rechtsschulen sowie den Sufismus ablehnen. Ihre Zentren sind
Lahore, Sialkot, Gujranwala und Faisalabad. |
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Unklar ist, wie hoch der Anteil der 12er-Schiiten (Imamiten)
an der Bevölkerung Pakistans ist. Die meisten Schätzungen
gehen von 15 % aus. Sie sind in Karatschi, Lahore, Sialkot
und Jhang sowie in den Northern Areas stark vertreten.
Während der schiitischen Trauerzeremonien im Muharram kommt
es in Pakistan häufig zu blutigen Auseinandersetzungen.
Daneben sind in Pakistan zwei ismailitische Gruppierungen
vertreten. Die Bohras leben vor allem in Karatschi, die
Nizaris sind daneben vor allem in den Northern Areas (Gilgit
und Hunza) sowie Chitral (N.W.F.P.) vertreten. Eine
schiitische Sondergruppe im äußersten Norden sind die
Nurbakhshis.
Die Ahmadis, die vor allem in ihrem Zentrum Rabwah sowie um
Sialkot herum leben, sind in Pakistan seit 1974 offiziell
nicht mehr als Muslime anerkannt; sie sind zunehmender
Verfolgung ausgesetzt. Es gibt außerdem Bestrebungen, die in
Belutschistan verbreitete Gruppierung der Zikris zu
Nichtmuslimen zu erklären.
Im Zuge der Teilung von 1947 verließen fast alle Hindus und
Sikhs den Punjab. In Sindh blieb jedoch etwa ein Drittel der
Hindus zurück. Hoch ist ihr Bevölkerungsanteil speziell in
der Wüste Thar. Ihr Anteil an der pakistanischen Bevölkerung
liegt zwischen 1,5 und 2 %. Etwa gleich hoch ist der Anteil
der Christen. Sie leben vor allem um Lahore herum, in
Rawalpindi und Islamabad sowie in Karatschi. Meist handelt
es sich um Nachfahren von Unberührbaren, die während der
britischen Kolonialzeit zum Christentum konvertierten.
Andere stammen jedoch von Goanern ab, die zu jener Zeit oft
als Bedienstete der Kolonialherren tätig waren. Die
römisch-katholische Kirche und die aus mehreren britischen
protestantischen Denominationen entstandene Church of
Pakistan sind etwa gleich stark, hinzu kommen einige von
US-amerikanischen Missionen gegründete Kirchen. In Karatschi
leben außerdem mehrere Tausend Parsen genannte Anhänger des
Zoroastrismus und im äußersten Nordwesten des Landes einige
Tausend Kalash, die den indogermanischen Pantheon verehren.
Übergriffe gegen Christen und Hindus sind nicht selten.
Insgesamt ist das Land von einer Athmosphäre der religiösen
Intoleranz geprägt.
Politik
Der Präsident wird seit der letzten Verfassungsänderung von
2002 alle 5 Jahre durch ein Wahlmännerkollegium gewählt,
eine Wiederwahl ist sofort und in unbegrenzer Reihenfolge
möglich.
Das Parlament (Majlis-e Shura) besteht aus der
Nationalversammlung und dem Senat. Die 342 Abgeordneten der
Nationalversammlung werden alle 5 Jahre nach dem
Verhältnisswahlrecht gewählt, jedoch sind hierbei 60 Sitze
für Frauen und 10 Sitze für Nichtmuslimische Minderheiten
reserviert. Von den 100 Mitgliedern des Senats werden 88
alle 5 Jahre von den Provinzparlamenten, 8 von den
Stammesterretorien und 4 vom Hauptstadtbezirk entsand.
Bibliothekswesen
Über 6.000 Bibliotheken sind in akademischen,
privatwirtschaftlichen und religiösen Einrichtungen
anzutreffen. Das öffentliche Bibliothekswesen ist stark
unterentwickelt. Die knapp 300 öffentlichen Bibliotheken
befinden sich in größeren Städten. In den 1980er Jahren
wurden auf dem Land über 4.000 "box libraries" eingerichtet
über deren aktuellen Zustand wenig bekannt ist. Seit 1998
fordert die nationale Bildungspolitik die Einrichtung von
Bibliotheken auf dem Land - bisher jedoch ohne Konsequenzen.
Laut Aussage der PCTL (Pakistan Telecommunication Company
Limited) sollen für 95 % der Bevölkerung Internetzugang
möglich sein. Eine relativ große Anzahl von Internet-Cafés
könnte diese Zahl bestätigen. Eine sehr geringe Anzahl von
mit internationaler Hilfe aufgebauter Cyber Community
Centers stellt qualitative Internetinformationszugänge auf
dem Land zur Verfügung und bietet PC- und Internetkurse an.
An sechs Universitäten kann ein postgraduales Diplom in
Library and Information Science erworben werden.
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