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Offiziell umfasst der philippinische Archipel 7107
Inseln. Diese Welt aus Wasser und Erde, wo flache
Sandstreifen und Korallenriffen wechseln und mächtige
Urwaldberge und Vulkane aufragen, ist nur zum kleineren Teil
bewohnt, über 4300 Inseln sind namenlos. Auf den elf
Hauptinseln Luzon, Mindanao, Palawan, Mindoro, Masbate,
Samar, Leyte, Pnay, Negros, Cebu und Bohol lebt ein
malaiischchinesisches Völkergemisch, das einer Vielzahl vin
kulturellen Einflüssen ausgesetzt war: auf 400 Jahre
spanische Kolonialherrschaft folgten 40 Jahre amerikanische
Besatzung und erst fünf Jahrzehnte Unabhängigkeit. Lange
Jahre stagnierte der Tourismus nicht zuletzt wegen der
schwierigen innenpolitischen Situation. Kompetent beschreibt
der Autor die wechselhafte Geschichte und Landesnatur des
philippinischen Archipels. |
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Der nach
Regionen gegliederte Reiseteil vermittelt neben einer
konkreten Landesbeschreibung wichtige Einblicke in das
soziale Leben der Filipinos. Ausführliche praktische
Reiseinformationen geben dem Leser genügend Hinweise an die
Hand, um den Archipel auf individuell zusammengestellten
Pfaden zu erkunden. Der Autor: Albrecht G. Schaefer (geb.
1949) arbeitet seit dem Abschluss eines Ethnologiestudiums
als Journalist, Fotograf und Buchautor. Mehrjährige
Aufenthalte in Südostasien machen ihn zu einem
ausgezeichneten Kenner der Region. |
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Geballte
Informationen
Das Buch von Albrecht G. Schäfer stellt aus meiner Sicht die
derzeit beste deutschsprachige Landesbeschreibung der
Philippinen dar. Der Schwerpunkt liegt hier (im Gegensatz
zum Buch von Jens Peters) allerdings nicht auf konkreten
Informationen zu Hotels und Verkehrsverbindungen, sondern
mehr auf der kompetenten Beschreibung der älteren und
neueren Geschichte, Soziologie, Geographie und Natur des
Landes - dies aber nicht oberlehrerhaft, sondern in einem
sehr angenehm lesbaren Stil. Nach einleitenden allgemeinen
Kapiteln zur Geschichte und Gesellschaft werden anschließend
die einzelnen Regionen besprochen. Abgerundet wird das ganze
von praktischen Reisetipps, einem Glossar und 130 farbigen,
erstklassigen Abbildungen und Karten. |
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Besonders überzeugt hat mich die Tatsache, dass sich in dem
Buch sogar Informationen über Landesteile finden lassen, die
bisher touristisch kaum erschlossen sind (wie z.B. die
Ostküsten von Luzon und Mindanao oder das Sulo-Archipel).
Als einzigen (minimalen) Nachteil möchte ich anmerken, dass
aufgrund des Redaktionsschlusses 1999 die Ereignisse ab dem
Jahr 2000 (Abu Sayyaf, neue Präsidentin Macapagal-Arroyo)
noch nicht erwähnt sind.
Ich kann dieses Buch jedem, der an dem Land interessiert ist
bzw. dort Urlaub machen und sich dabei nicht nur die Sonne
auf den Leib scheinen lassen, sondern Land und Leute
kennenlernen möchte, nur wärmstens empfehlen. |
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