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Land der Glücksspieler und gemütlichen Autofahrten...
Bill hat es wieder einmal geschafft - das vorliegende Buch
quillt fast über vor'(schwarzem) Humor und ernsten Fakten...
- die Mischung ist gelungen, einfach großartig.
Sie werden sich lachend, was sage ich - sie werden sich
gröhlend kringeln, ihre Lachmuskeln trainieren, wenn Ihnen
Bill Bryson erklärt wie es tatsächlich um Australien
bestellt ist....
Die ehemalige Gefangenenkolonie deren Zuwanderung von
Sträflingen nur durch den sich ausbreitenden Goldrausch in
Australien gestoppt wurde - sollte es doch schließlich eine
Strafe, keine Chance auf Reichtum sein, wenn man nach
Australien geschickt wurde.... |
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Mit dem Ursprung Australiens
scheinen die sonst liebenswerten Bewohner so ihre
Problemchen zu haben - scheuen Sie doch jede Anspielung auf
die ersten Einwanderer und deren unfreiwilligen Gründe zur
Besitznahme des Landes... - sie sollten jedoch stolz sein
auf das was die deportierten, weil im Königreich
unerwünschten, Vorfahren geleistet haben um dieses Land
vorwärts zu bringen.
Bei diesem Stolz und Patriotismus auf die Vorfahren aber
nicht vergessen dass auch der australische, bzw. britische
Eroberungsdrang Opfer forderte, Opfer unter den Ureinwohnern
Australiens. Teilweise Mordopfer, nicht nur durch
eingeschleppte Krankheiten wurde getötet! Ureinwohner
wurden, von der Obrigkeit gedultet, oftmals Opfer
unmenschlichster Übergriffe - Bill findet hierfür passende
Worte und Beispiele! Bei allem Humor ist er auch in der Lage
ernsthaft zu berichten - hat ein sehr gutes Auge für Details
und das notwendige Geschick die Passagen aufeinander
abzustimmen.... |
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Bill Bryson beschreibt ein
Land in dem die zweifellos großartigsten Naturschauspiele
kaum zu genießen sind.
Ginge es nach ihm, man würde in ständiger Todesgefahr dem
nächsten Sonnenaufgang, oder Sonnenuntergang entgegenfiebern
- der Sonne zuschauen wie Sie am Horizont versinkt - aber am
besten aus einer Käseglocke heraus - denn sicher ist sicher!
Er verpackt jedoch jede seiner panischen Beschreibungen und
Anspielungen auf die sicherlich gefährlichen "Tierchen" so
humorvoll, dass man in Australien im Angesicht des drohenden
Spinnengifttodes sicherlich lachend sterben würde - in
Erinnerung an dieses großartige Buch mit einem von
Lachkrämpfen verzerrten Gesicht auf die andere Seite
ginge....
Was habe ich gelacht als er sich als natürliches Feindbild
jeder auf der Erde lebenden Hunderasse geoutet hat - die
Beschreibung der Verfolgungsjagd durch diesen
innerstädtischen Park....
Wegen dieser Art, über mir ferne Länder, zu schreiben -
Natur und Menschen zu beschreiben verehre ich diesen wohl
weltbesten Reiseschriftsteller!
Wie gerne hätte man an seiner Seite bei einer gemütlichen
Autofahrt die unendlich erscheinenden Weiten dieses Landes
erfahren, ihm zugeschaut wie er locker mit einem Finger am
Lenkrad die endlosen Straßen entlangfuhr - dem nächsten
Abenteuer entgegen, mit offenen Augen und Ohren für seine
seitenfüllenden Geschichten über Land und Leute...
Ein Land das vieles zu bieten hat - von der weltweit
höchsten Dichte an Glücksspielautomaten über Fleischtombolas
bis hin zu den gefährlichsten Tierchen unseres Planeten...
beschrieben von Bill Bryson - einzigartiger Schreibstil...
Kritik ist jedoch in einem Punkt angebracht - gerne hätte
ich eine Landkarte von Australien im Buch gehabt, damit man
die einzelnen Stationen auch ohne Atlas zur Seite hätte
"verfolgen" können.... Das war im Buch "Picknick mit Bären"
- welches hier auch wärmsten empfohlen sei besser gelöst...
Trotzdem - folgen Sie Bill nach Down Under - und mit dem
sicheren Abstand des Buches werden Sie alle Gefahren
überleben!
KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN....
Sowohl vor als auch nach dem Australienurlaub gut
Bill Brysons Australienbuch verbindet mehrere gute
Eigenschaften miteinander. Zunächst einmal ist es so
irrsinnig komisch geschrieben, dass man es nicht in der
Öffentlichkeit lesen sollte. Man wird unweigerlich für
schwachsinnig gehalten, wenn man dauernd kichert. Der Autor
pflegt einen recht trockenen Humor und ist nicht nur in der
Lage, über sich selbst zu lachen, sondern sich in den
abstrusesten Situationen plakativ als Lachnummer
darzustellen. Man lese nur einmal seine Selbstbeschreibung
als Schlafender.
Der nächste Vorteil ist, dass der Autor jede Menge
Hintergrundinformationen zu Geschichte, Bevölkerung, Flora
und Fauna liefert, an die man selbst nur durch mühsame
Recherche käme. Ob er seine Informationen immer so
erschöpfend wiedergibt, wie man vielleicht möchte, sei
dahingestellt. Es ist allerdings auch die Frage, ob das die
Aufgabe einer solchen Reisebeschreibung sein kann. Das Buch
ist prall gefüllt mit Anekdoten mehr oder weniger witzigen
Charakters; teilweise sind sie auch ganz schön gruselig.
Selbst zweimal in Australien gewesen, wurde mir ziemlich
klar, wie teilweise sträflich leichtsinnig ich manchmal war
und wie gerne mich so manches Lebewesen gern zum Frühstück
probiert hätte. Es stehen überall Warntafeln rum, aber weder
im Rheinland noch in der niederrheinischen Tiefebene wird
einem die Angst vor Krokodilen, Haien, Schlangen, giftigen
Fischen und Quallen etc. anerzogen.
Der dritte Vorteil des Buches ist, dass ein großer Teil
Australiens bereist wird, aber nicht unbedingt auf die
meistbesuchten Touristenziele eingegangen wird. Natürlich
erfährt man etwas über Sydney und sein Opernhaus, das Great
Barrier Reef und Ayers Rock, aber eben auch über viele
unbekanntere Gegenden. Gleichzeitig beschreibt der Autor die
Landschaften so bildhaft und plastisch, dass man die Hitze
spürt, die Sonne blendet, die March Flies summen und das
Four X beim Öffnen leise zischt. Man sieht die Szenerie so
deutlich vor sich, dass einem Tränen des Fernwehs in die
Augen steigen können. Und vor dem Urlaub, ohne das Land zu
kennen, eine gute, kompakte Basisinformation. Tolles Buch!
Billiger
Urlaub
Vor einigen Jahren hatte ich die Gelegenheit, Australien zu
besuchen. Jetzt bekam ich das Buch geschenkt und dank Bill
Bryson lernte ich es neu kennen. Ich bin fasziniert von den
Informationen, die Bryson geschickt mit vielen Anekdoten von
seiner Reise verbindet. Ich fühlte mich an seiner Seite und
konnte mir aufgrund seiner Art zu schreiben, ein genaues
Bild von den Erlebnissen und Anekdoten machen, die er
schreibt. Ich konnte die Hitze im Outback genauso spüren wie
seine Erlebnisse in den Städten und die Begegnungen mit den
Menschen in Australien. Beim Lesen des Buches konnte ich
eine sehr günstige Reise durch das wohl aufregendste Land
dieser Erde machen. Jeder, der einmal in Australien war,
kann sicherlich nachempfinden was ich schreibe. Dieses Buch
hat es noch verstärkt.
Bedauerlich fand ich jedoch, daß Bryson keine Angaben über
die Länge seiner Reise macht. |