|
|
| |
|
Die Schweizerische Eidgenossenschaft kurz Schweiz, ist ein
Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins
Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der
auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde.
Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee,
Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt
nördlich an Deutschland (345,7 km Grenzlänge), östlich an
Liechtenstein (41,1 km) und Österreich (165,1 km), südlich
an Italien (734,2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich
mit 571,8 km gemeinsamer Grenzlänge.
|
|
|
In der
Schweiz existieren vier Landessprachen.
Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: "Die
Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und
Rätoromanisch.". Im Artikel 701 heisst es zudem: "Die
Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und
Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache
ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes." Auf
Kantonsebene kommt im Kanton Zürich zusätzlich die
Deutschschweizer Gebärdensprache hinzu.
Weil die schweizerische Bundesverwaltung vier Landessprachen
anerkennt, nehmen manche Personen an, alle Schweizer
sprächen vier Sprachen. Das ist nicht richtig: Die meisten
Schweizer haben nur eine Muttersprache und beherrschen
allenfalls eine oder zwei weitere Landessprachen (und
Englisch) als Fremdsprachen mehr oder weniger gut. Wirklich
viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution.
Jeder Schweizer hat das Recht, sich in einer der vier
Landessprachen an die eidgenössische Verwaltung zu wenden
und in dieser Sprache eine Antwort zu erhalten. Diese
institutionelle Mehrsprachigkeit gilt jedoch nicht auf
Kantons- und Gemeindeebene. Diese Staatswesen regeln in
eigener Kompetenz, was auf ihrem Territorium als Amtssprache
gilt. Diese Kompetenz wird auch als Territorialitätsprinzip
bezeichnet.
Deutsch (hellgrau; 63,7% der Bevölkerung; Stand 2002) ist
die meistverbreitete Sprache. 17 der 26 Kantone sind
einsprachig Deutsch. Die Bevölkerung spricht aber
gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. |
|
|
|
|
Französisch (blau; 20,4%)
wird im Westen der Schweiz gesprochen. Dieser Teil des
Landes wird häufig das Welschland, die Suisse romande oder
die Romandie genannt. Nur vier Kantone sind einsprachig
französisch: Genf, Jura, Neuenburg, Waadt. Drei weitere
Kantone sind offiziell zweisprachig: Bern (mit
deutschsprachiger Mehrheit) sowie Freiburg und Wallis (wo
das Französische die Mehrheit hat).
Italienisch (rot; 6,5%) wird im Tessin und vier Südtälern
des Kantons Graubünden gesprochen. In diesen beiden Kantonen
ist Italienisch auch Amtssprache. Der Bund fördert die
Sprache aktiv.
Dies ist auch der Fall mit dem Rätoromanischen (grün; 0,5%),
das in Graubünden gesprochen wird. Jeder Rätoromane ist
mindestens zweisprachig, d. h. er spricht auch
Schweizerdeutsch (den Bündner Dialekt) und Hochdeutsch. Der
Kanton Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton der
Schweiz.
Jenisch ist die Sprache des Jenischen Volkes, das mit 35'000
Angehörigen ebenfalls ca. 0,5% der Schweizer Bevölkerung
ausmacht. Jenisch wurde durch die Ratifizierung der
Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen
durch die Schweiz 1997 als als territorial nicht gebundene
Sprache der Schweiz anerkannt. Da das Jenische im Gegensatz
zum Italienischen und Rätoromanischen aber nicht im
Sprachenartikel der Bundesverfassung erwähnt ist, gibt es
bislang trotzdem keine Sprachförderung des Bundes für die
jenische Sprache.
Die Gebärdensprachen werden von über 10'000 in der Schweiz
lebenden Personen mehr oder weniger beherrscht. In der
Schweiz wird die Deutschschweizer Gebärdensprache, die
Langue des Signes Française sowie die Tessiner
Gebärdensprache von den Gehörlosen eingesetzt. Auf
Staatsebene wird die Gebärdensprache nicht anerkannt, auf
Kantonsebene anerkennt jedoch der Kanton Zürich die
Gebärdensprache verfassungsmässig (Art. 12 der neuen Zürcher
Verfassung) und wird von Amtes Wegen im Verkehr mit
Gehörlosen auf Verlangen eingesetzt, ähnlich wie das
Rätoromanische auf Bundesebene.
Englisch ist für die meisten Schweizer neben Deutsch oder
Französisch die zweite Fremdsprache. Einzelne
Deutschschweizer Kantone haben begonnen, Englisch in den
Schulen als erste Fremdsprache zu unterrichten, also nicht
mehr mit Französisch zu beginnen.
Die Ausländer, die sich in Schweiz niedergelassen haben,
haben ihre eigene Sprache mitgebracht; ihre in der Schweiz
aufwachsenden Kinder (Secondo, Seconda) sind meist
mehrsprachig. Zusammen sind diese Sprachen (9%) weiter
verbreitet als das Italienische bzw. das Rätoromanische. Die
grösste dieser Sprachgruppen ist das Serbische/Kroatische
mit 1.5%; Englisch ist die Hauptsprache für 1% der
Bevölkerung. Diese nicht offiziellen Sprachen der Schweiz
sind im ganzen Land verteilt, aber konzentriert in den
grösseren Städten. |
|
© 1998-2006, Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften |
|
|
|
|
|